Ferienprogramm 2011

Veröffentlicht am 13.10.2011 in Ortsverein
Teilnehmer des SPD Ferienprogramms 2011
Teilnehmer des SPD Ferienprogramms 2011

Mit der SPD unterwegs im Ferienprogramm
Eingetaucht in die Steinzeit

Mit der Bahn nach Tübingen, dann der Aufstieg zum Schloss über hunderte von Steinstufen… und endlich landete die muntere Schar in der Steinzeitwerkstatt im Tübinger archäologischem Museum. Der profunde Kenner dieser Zeit, Marek Thomanek, verstand es mit pädagogischem Geschick, die Besucher in die Steinzeit zu entführen, die älteste Stufe der Kulturentwicklung, in der die Werkzeuge hauptsächlich aus Stein bestanden. Anhand von Funden auf der Schwäbischen Alb konnten wir eine Menge über das Leben in dieser Zeit erfahren, wie z.B. von Funden im „Vogelherd“, einer Steinzeithöhle bei Heidenheim. Dort fand man auch die Skulptur des berühmten Mammut, die etwa 35 000 alt ist und somit wohl zur ältesten plastischen Kunst gehört. Rege Gespräche entwickelten sich bei der Vorstellung verschiedener Materialien, die damals verwendet wurden wie Geweihe, Knochen, Tiersehnen und Feuerstein. Die Materialen und die Werkzeuge durften in die Hand genommen und betrachtet werden.
Besonders ging Herr Thomanek auf die Bedeutung des Messers als wichtigstes Werkzeug des Menschen ein: egal ob bei der Zubereitung von Nahrung, bei der Herstellung von Kleidung oder auf der Jagd, ohne das Messer wären wir niemals zu dem geworden, was wir heute sind.
Und dann folgte als Höhepunkt, dass sich jeder ein Steinzeitmesser herstellen konnte:
Mit scharfkantigem Feuerstein fertigte jeder einen Holzgriff mit Kerbe, in den dann eine Feuersteinklinge eingeklebt wurde, und zwar mit steinzeitlichem Kleber aus Baumharz und Bienenwachs. Das war eine mühsame und sehr zeitaufwendige Arbeit - eben wie in der Steinzeit.
Die so entstandenen Steinzeitmesser werden mit Stolz auf den Bildern präsentiert. Mit Lob für die Aufgeschlossenheit und sehr interessierte Anteilnahme wurde die Gruppe von Herrn Thomanek verabschiedet.
Nach kleiner Erholungspause mit Stärkung auf dem Schlossplatz ging es dann wieder abwärts zum Bahnhof. Leider waren wir nicht schnell genug, um den Zug zu erreichen, so dass wir mit einer Stunde Verspätung wieder in Wannweil eintrafen. Mit Spielen am Anlagensee war die Wartezeit leicht zu überbrücken.